Präambel und Satzung
PRÄAMBEL

Der Weltruf Dresdens als Musikstadt mit einer Jahrhunderte langen Tradition ist unbestritten. Das, was unter dem Begriff „Musik aus Dresden“ Menschen aus nah und fern fasziniert, seien es Konzerte der Sächsischen Staatskapelle Dresden, der Dresdner Philharmonie, des Dresdner Kreuzchors und die unzähligen Aktivitäten der vielen hochqualifizierten künstlerischen Ensembles der Stadt, basiert in besonderem Maße auf den reichen musikkulturellen Überlieferungen Dresdens. Ob der „musikalische Barock“, die Dresdner Romantik oder andere Zeitabschnitte in der Geschichte unserer Stadt – zu allen diesen Epochen gibt es ein mehrere tausend Musikquellen umfassendes Repertoire, das es verdient, heute mehr denn je ins Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt zu werden. Wir Nachgeborenen haben die Verpflichtung, die künstlerischen Zeugnisse höfischer, bürgerlicher und kirchlicher Musikpflege sorgsam zu bewahren und in ihren Spitzenleistungen der heutigen musikalischen Praxis zu erschließen. Einen besonderen Schwerpunkt der Musiküberlieferung bildet die Alte Musik in Dresden, die im engeren Sinne den Zeitraum von ca. 1600 bis gegen 1815 umfasst.

Ein reicher Quellenfundus
Die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB Dresden) verfügt neben den Bibliotheken in Berlin, München und Wien über eine der größten und bedeutendsten Musiksammlungen im deutschsprachigen Raum. Dazu zählen neben einzigartigen Musikquellen, wie dem autographen Stimmensatz des Kyrie und Gloria von Johann Sebastian Bachs h-Moll-Messe oder Originalhandschriften von Carl Maria von Weber, Robert Schumann und Richard Wagner, die besonders reichhaltigen Musikalienbestände aus dem 18. Jahrhundert, singuläre künstlerische Zeugnisse des Augusteischen Zeitalters und damit ein zentraler Überlieferungskomplex Alter Musik in Dresden. Es handelt sich bezogen auf das 18. Jahrhundert im Einzelnen um die Gattungsschwerpunkte „Oper“ mit ca. 950 Werken, „Katholische und evangelische Kirchenmusik“ sowie „Instrumentalmusik“ mit ca. 5500 Werken in handschriftlicher und gedruckter Überlieferung.

Das Gebot der Stunde
Es gibt heute vielfältige Bemühungen, diese Kompositionen der Öffentlichkeit bekannt zu machen. In diese Bemühungen will sich das zu gründende „Institut zur Erforschung und Erschließung der Alten Musik in Dresden e.V.“ einbringen. Wir sehen es als unsere vordringliche Aufgabe an, das in der SLUB Dresden sowie in weiteren Bibliotheken und Archiven aufbewahrte Repertoire musikhistorisch zu erforschen und zu bewerten, künstlerisch bedeutende Werke aufführungspraktisch einzurichten und in modernen Editionen der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen und sie aufzuführen. Zwei Schwerpunktaufgaben werden darin bestehen, eine die unterschiedlichsten Gattungen berücksichtigende Notenedition sowie eine entsprechende zeitgemäße Tonträgerserie zu realisieren. Desgleichen wird das Institut mit dem schrittweisen Aufbau einer Datenbank „Alte Musik in Dresden“ seiner Funktion als Forschungs-, Dokumentations- und Informationszentrum für Alte Musik in Dresden gerecht werden.

Die Anerkennung des Instituts als An-Institut der TU Dresden wird angestrebt.*

*Mit Wirkung vom 28.01.2008 ist die Anerkennung des Instituts vollzogen worden.

 
SATZUNG

Institut zur Erforschung und Erschließung der Alten Musik in Dresden (Musik-schätze aus Dresden) e.V.

Vom 29. März 2006
geändert am 12.11.2009

§ 1 Name, Sitz, Geschäftsjahr

(1)

Der Verein ist eine rechtlich selbständige, nach Eintragung im Vereinsregister rechtsfähige Körperschaft des privaten Rechts und führt den Namen

Institut zur Erforschung und Erschließung der Alten Musik in Dresden (Musikschätze aus Dresden) e.V.

Der Verein wird im Folgenden auch kurz als „Institut“ bezeichnet.

Die Verwendung des Kurznamens „Musikschätze aus Dresden“ in der Öffentlichkeit ist zulässig.

(2)

Sitz des Instituts ist Dresden.

(3)

Das Institut ist vorrangig in Dresden tätig.

(4)

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 2 Zweck, Aufgaben, Gemeinnützigkeit

(1)

Das Institut hat die Aufgabe, in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Dresden (TUD), dem Schuetz-Archiv an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ in Dresden (HfM) und der RISM-Arbeitsstelle Dresden mit Sitz an der SLUB Dresden das umfangreiche Repertoire Alter Musik in Dresden musikhistorisch einzuordnen; in seinen Spitzenwerken aufführungspraktisch einzurichten, der Öffentlichkeit in modernen Editionen / Ausgaben zugänglich zu machen und vorzugsweise in Dresden erstaufzuführen sowie ein Internetportal zur Erschließung der alten Musik für Wissenschaftler, Inter-preten und Konzertbesucher sowie für Tourismusplanung zu erarbeiten.

(2)

Das Institut wird dazu insbesondere die wissenschaftlichen Aufgaben planen und durch institutseigene und externe Forschungen realisieren, die Forschungsergebnisse in wissenschaftlichen Veranstaltungen vorstellen und diskutieren, eine eigene Schriftenreihe „Musikschätze aus Dresden“ begründen, einen für die Institutsarbeit erforderlichen wissenschaftlichen Handapparat (Forschungsliteratur, Musikalien, Tonträger u.a.) aufbauen, Werke für die Edition auswählen, den Kontakt zu Verlagen herstellen, Aufführungen und CD-Produktionen anregen, sich aus der Arbeit des Instituts ergebende Fragestellungen in Wissenschaft und künstlerischer Praxis für die studentische Lehre nutzbar machen, am Institut realisierbare Praktika und Arbeitsmöglichkeiten für Studenten und studentische Hilfskräfte vermitteln, alle interessierten Interpreten und Partner zur Mitarbeit einladen, das öffentliche Interesse für die Arbeit des Instituts wecken (Medienkontakt) und in öffentlichen Vorträgen über Projekte und Vorhaben des Instituts berich-ten, Fundraising betreiben, eine eigene Homepage mit Datenbank erstellen (Auswahl-Bibliographien von Forschungsliteratur zur Alten Musik in Dresden; Auswahl-Verzeichnisse von Musikalien und Theoretica in handschriftlicher und gedruckter Überlieferung; Übersicht über Tonträger mit Werken Dresdner Komponisten und Interpreten; Künstlerviten und Musikerbiographien; aktueller Veranstaltungskalender u.a.; durch sog. Links sollte der Zugang zu den zentralen Katalogen und Verzeich-nissen der SLUB Dresden und weiterer Institutionen, insbesondere zum bib-liographischen Standardwerk RISM, ermöglicht werden), unter der Rubrik „Newsletter“ der Homepage des Instituts über die Arbeit des Instituts berichten; bei Bedarf können Printfassungen des „Newsletters“ her-gestellt und versendet werden, als von der Technischen Universität Dresden anerkanntes An-Institut auf der Grundlage von Vereinbarungen mit der Technischen Universität Dresden tätig sein.

In seiner wissenschaftlichen Arbeit, insbesondere als An-Institut der Technischen Universität Dresden, ist der Verein zur Einhaltung der „Grundsätze guter wissen-schaftlicher Praxis an der Technischen Universität Dresden und Regen für den Umgang mit wissenschaftlichem Fehlverhalten“ vom 02.02.2000 idF vom 14.01.2004 (Anlage) verpflichtet.

(3)

Das Institut verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des dritten Abschnitts der Abgabenordnung. Der Satzungszweck des Instituts wird verwirklicht insbesondere durch die Aufgaben im Sinne § 2 Abs. 1 und 2.

(4)

Das Institut ist selbstlos tätig; es führt keinen auf Gewinn abzielenden Geschäftsbetrieb.

(5)

Die Mittel des Instituts dürfen nur für satzungsgemäße Zwecke verwendet werden. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Institutszweck fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.

(6)

Die Abzugsfähigkeit von Spenden, die dem Institut zugewendet werden, richtet sich nach den jeweils geltenden gesetzlichen Vorschriften.

(7)

Das Institut unterstützt darüber hinaus im Rahmen des vorstehend beschriebenen Zwecks ideell und durch Einwerbung von Spenden die Schaffung und Unterhaltung von Aufführungsräumen und Spielstätten für die Erarbeitung und Darbietung von Werken insbesondere der Älteren Musik und der Darstellenden Kunst, die von öf-fentlichen Trägern im Raum Dresden betrieben werden.

§ 3 Mitgliedschaft

(1)

Mitglied des Instituts kann jede natürliche Person und jede juristische Person des privaten und öffentlichen Rechts werden.

(2)

Über die Aufnahme von Mitgliedern entscheidet die Mitgliederversammlung.

(3)

Die Mitgliedschaft geht verloren durch Tod einer natürlichen Person/Auflösung einer juristischen Person, freiwilligen Austritt, Ausschluss, beschlossen mit Drei-Viertel Mehrheit der Mitgliederversammlung, Auflösung des Instituts.

(4)

Der Austritt ist dem Vorstand schriftlich zu erklären. Der Austritt ist nur für den Schluss eines Kalenderjahres unter Einhaltung einer mindestens dreimonatigen Kündigungsfrist zulässig.

(5)

Personen, die in hervorragender Weise die Aufgaben des Vereins unterstützen, können als Fördermitglieder aufgenommen werden. Fördermitglieder können an den allen Vereinsmitgliedern offen stehenden Veranstaltungen des Vereins teil-nehmen; von der Zahlung der Mitgliedsbeiträge sind sie befreit; in der Mitglieder-versammlung haben sie kein Stimmrecht.

§ 4 Organe

(1)

Organe des Instituts sind

a) die Mitgliederversammlung

b) der Vorstand

c) der Beirat

(2)

Die Mitglieder, der Vorstand und der Beirat des Instituts sind ehrenamtlich tätig.

§ 5 Die Mitgliederversammlung

(1)

Die Mitgliederversammlung findet mindestens einmal jährlich statt. Der Vorstand lädt zu den Sitzungen der Mitgliederversammlung schriftlich unter Mitteilung der Tagesordnung, Ort und Zeitpunkt ein. Zwischen der Absendung der Einladung und dem Tag der Versammlung muss ein Zeitraum von mindestens 21 Tagen liegen.

(2)

Die Mitgliederversammlung wählt aus ihrer Mitte für jede Sitzung einen Vorsitzen-den, der die Versammlung leitet.

(3)

Die ordnungsgemäße einberufene Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte der Mitglieder anwesend ist. Erweist sich eine Mitgliederver-sammlung hiernach als nicht beschlussfähig, so ist binnen einer Woche eine zweite Versammlung mit gleicher Tagesordnung und einer Einberufungsfrist, die bis auf sieben Tage verkürzt werden kann, einzuberufen. Diese Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig. Hierauf ist in der ersten Einladung hinzuweisen.

(4)

Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen gefasst, sofern nicht Gesetz oder Satzung etwas anderes vorschreiben. Stimm-enthaltungen gelten als nicht abgegebene Stimmen. Bei Stimmgleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden. Die Übertragung der Ausübung des Stimmrechts auf andere Mitglieder ist nicht zulässig, soweit nicht diese Satzung ausdrücklich eine andere Regelung vorsieht.

(5)

Auch ohne Versammlung der Mitglieder kommt ein Beschluss zustande, wenn alle Mitglieder die Zustimmung zu dem Beschluss schriftlich erklären (Umlaufverfah-ren).

(6)

Über die Beschlüsse der Mitgliederversammlung ist eine Niederschrift anzufertigen, die vom Protokollführer und vom Vorsitzenden der Mitgliederversammlung zu unterzeichnen ist; sie ist den Mitgliedern innerhalb eines Monats zuzusenden.

§ 6 Aufgaben der Mitgliederversammlung

(1)

Die Mitgliederversammlung wählt

a) aus ihrer Mitte den Vorsitzenden des Vorstand sowie bis zu vier Vertreter,

b) den Schatzmeister

c) einen Schriftführer

d) einen Kassenprüfer (§ 12)

Die Amtszeit nach a) bis c) und ihrer Vertreter beträgt vier Jahre, Wiederwahl ist möglich.

2) Die Mitgliederversammlung nimmt den Jahresbericht des Vorstandes, den Bericht des Kassenprüfers entgegen; sie beschließt über die Entlastung des Vorstandes.

3) Die Mitgliederversammlung beschließt über Anträge zu Satzungsänderungen und zur Auflösung des Vereins.

4) Beschlüsse über Satzungs- und Zweckänderungen sowie Beschlüsse über die Auf-lösung des Vereins bedürfen einer Zwei-Drittel Mehrheit der Mitglieder.

§ 7 Vorstand

(1)

Der Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:

Vorsitzender

bis zu 3 Stellvertreter

Schatzmeister

Schriftführer.

Ein weiteres Vorstandsmitglied wird durch die Technische Universität Dresden aus deren hauptamtlichem wissenschaftlichen Personal für die Dauer von vier Jahren benannt und ist durch die Mitgliederversammlung zu bestellen; das benannte Vor-standsmitglied kann auch in eine der in Satz 1 genannten Vorstandsfunktionen bestellt werden. Der Widerruf der Bestellung nach Satz 2 ist nur aus wichtigem Grund nach § 27 Abs. 2 Satz 2 BGB und nur durch die Mitgliederversammlung möglich.

(2)

Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung für die Dauer von vier Jahren gewählt. Die Wiederwahl von Vorstandsmitgliedern ist zulässig. Nach Fristablauf bleiben Vorstandsmitglieder bis zum Amtsantritt ihrer Nachfolger im Amt. Im Falle eines vorzeitigen Ausscheidens eines Vorstandsmitgliedes betraut der Vorsitzende des Vorstandes ein Mitglied des Instituts mit der Wahrnehmung der Tätigkeiten des ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedes. Die nächste Mitgliederversammlung wählt das neue Mitglied des Vorstandes für das ausgeschiedene Vorstandsmitglied; beim vorzeitigen Ausscheiden des von der Technischen Universität Dresden bestellten Vorstandsmitglieds ist unverzüglich um Benennung eines neuen Vorstandsmitglieds zur Bestellung nach Abs. 1 Satz 2 für die restliche Amtszeit nachzusuchen.

(3)

Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn drei der Vorstandsmitglieder anwesend sind.

(4)

Jede Wahl des Vorsitzenden ist der Technischen Universität Dresden mit dem Ant-rag auf Erklärung der Zustimmung zu dieser Wahl unverzüglich mitzuteilen. Die Erteilung der Zustimmung ist nicht Voraussetzung der Gültigkeit der Wahl des Vorsitzenden. Wird die Zustimmung durch die Technische Universität Dresden verweigert, ist unverzüglich eine Mitgliederversammlung einzuberufen mit dem Tagesordnungspunkt „Wahl des Vorsitzenden des Vorstands“.

§ 8 Aufgaben des Vorstandes

(1)

Das Institut wird in allen Institutsangelegenheiten jeweils durch zwei Mitglieder des Vorstandes, und zwar den Vorsitzenden und einen Stellvertreter oder durch zwei Stellvertreter, gerichtlich und außergerichtlich vertreten (vertretungsberechtigter Vorstand).

(2)

Der Vorstand führt die laufenden Geschäfte des Instituts im Rahmen dieser Sat-zung sowie unter Beachtung des jährlichen Finanzplanes. Der Vorstand hat die Mitglieder in allen wichtigen Angelegenheiten zu unterrichten. Er ist verpflichtet, der Mitgliederversammlung über alle Angelegenheiten des Instituts jederzeit Auskunft zu erteilen.

(3)

Zu den Aufgaben des Vorstandes gehören

a) die jährliche Vorlage eines Arbeits- und Finanzplanes,

b) die Gewährleistung wissenschaftlichen Arbeitens im Institut,

c) die Abgabe von Vorschlägen für die Berufung von Mitgliedern des Instituts und des Beirates,

d) die Führung des Finanz-, Kassen- und Rechnungswesens,

e) die Vorlage des Tätigkeitsberichtes des Instituts über das vergangene Jahr zur Mitgliederversammlung,

f) die Vorbereitung der Sitzungen der Mitgliederversammlung,

g) die Beschlussfassung über Satzungsänderungen, die ausschließlich in der An-passung der Satzung an Änderungen der in § 2 Abs. 2 Satz 2 der Satzung ge-nannten „Grundsätze guter wissenschaftlicher Praxis an der Technischen Uni-versität Dresden und Regeln für den Umgang mit wissenschaftlichem Fehlver-halten“ bestehen, sofern nicht der Vorstand die Vorlage der Änderung an die Mitgliederversammlung beschließt.

(4)

In unaufschiebbaren und begründeten Eilfällen kann der Vorsitzende des Vorstan-des, im Verhinderungsfall ein Stellvertreter, vorläufige Entscheidungen treffen, über die die Mitglieder zu unterrichten sind und die in der jeweils nächsten Mitg-liederversammlung nachträglich zu bestätigen sind.

§ 9 Beirat

(1)

Die Mitglieder des Beirates werden von der Mitgliederversammlung berufen. Sie sind nicht Mitglieder des Instituts.

(2)

Der Vorsitzende des Vorstandes, im Verhinderungsfall ein Stellvertreter, leitet den Beirat und beruft die Beiratssitzungen ein. Der Beirat wählt aus seiner Mitte einen Sprecher.

(3)

Der Beirat tagt bis zu zweimal im Jahr. An den Sitzungen des Beirates können die Mitglieder des Instituts ohne Stimmrecht teilnehmen.

(4)

Über die Beiratssitzung ist ein Protokoll anzufertigen, das vom Vorsitzenden und vom Sprecher des Beirates zu unterzeichnen ist; es ist den Mitgliedern des Beirates und dem Vorsitzenden des Vorstandes des Instituts innerhalb eines Monats zuzusenden.

§ 10 Aufgaben des Beirates

Der Beirat berät den Vorstand. Er ist in seiner Beratungstätigkeit unabhängig. Er erarbeitet Vorschläge und Empfehlungen zu den vom Institut zu erarbeitenden Forschungsfeldern und zu dessen Arbeitsplanung.

§ 11 Finanzierung

(1)

Die Mitgliedsbeiträge werden von der Mitgliederversammlung festgelegt.

(2)

Das Institut wirbt Spenden und Projektmittel ein.

(3)

Die Mittel dürfen nur für satzungsgemäße Zwecke verausgabt werden.

§ 12 Jahresabschluss

Die Rechnungslegung des Instituts sowie die Rechnungsprüfung durch seine Auf-sichtsorgane richten sich nach den Bestimmungen des Vereinsrechts des BGB und werden jährlich von einem Kassenprüfer geprüft.

§ 13 Auflösung des Instituts

(1)

Die Auflösung des Instituts kann nur in einer Mitgliederversammlung beschlossen werden. Das vorhandene Vermögen fällt bei Auflösung oder bei Wegfall des steu-erbegünstigten Zweckes dem Stiftungsvermögen der Kulturstiftung Sachsen zu, die es für gemeinnützige Zwecke zu verwenden hat.

(2)

Falls die Mitgliederversammlung nichts anderes beschließt, sind der Vorsitzende des Vorstandes und der Schatzmeister gemeinsam vertretungsberechtigte Liquidatoren.

(3)

Die vorstehenden Bestimmungen gelten entsprechend, wenn das Institut aus einem anderen Grund aufgelöst wird oder seine Rechtsfähigkeit verliert.

§ 14 Inkrafttreten

(1)

Abweichend vom § 3 Abs. 2 erwerben die Gründungsmitglieder die Mitgliedschaft durch Unterzeichnung der Gründungssatzung in der Gründungsversammlung.

(2)

Diese Satzung wurde am 29.03.2006 von der Mitgliederversammlung beschlossen und tritt mit Eintragung in das Vereinsregister in Kraft.

Dresden den 29. März 2006

gez. Claus Dieter Heinze
gez. Margita Herz
gez. Reiner Zimmermann
gez. Jürgen Seelinger
gez. Michael Heinemann
gez. Hans-Günter Ottenberg
gez. Bernhard Hentrich

Die Satzung als Word-Dokument